Portugal für feinschmecker: Probiere mal Lissabon!

Portugals Hauptstadt Lissabon ist für einen Kurztrip angesagter denn je. Für einen Besuch im Winter bietet sich die Stadt auch für Feinschmecker sehr gut an.

 

Während es in Mitteleuropa kalt, bedeckt und vielleicht regnerisch ist, können hier noch angenehme Temperaturen genossen werden. Wenn man noch ein bisschen Glück hat, kann man bei 18 Grad, blauem Himmel und Sonnenschein eine Winterpause einlegen.

 

Das war auch mein Ziel: ein verlängertes Wochenende bei vielleicht 18 Grad und Sonne zu verbringen und mir dabei die Stadt anzuschauen. Den Reisebericht zu meinem Kurztrip in die portugiesische Stadt findest du bei Städtetrip Lissabon: Was dieses Reiseziel jetzt so beliebt macht.

 

Doch auch kulinarisch hat Lissabon zu jeder Jahreszeit viel zu bieten. Bisher ist Portugals Küche leider weitestgehend unbekannt!

 

Auch für mich war es eine kleine Überraschung, dass es hier so viel Gutes und qualitativ hochwertiges Essen gibt. Und die Preise? Für deutsche Verhältnisse günstig.

 

 

Nach der Ankunft zieht es mich gleich zum Mercado da Ribeira Time Out direkt gegenüber vom Bahnhof/Anlegestelle Cais do Sodré und dem Fluss Tejo.

 

Hier soll es Gourmet-Gerichte von Sterneköchen für erschwingliche Preise geben. Die Auswahl an den 33 verschiedenen Ständen ist riesig! Es gibt lokale Küche, aber auch Sushi, Pasta, Burger....

 

Um 12 Uhr ist es noch früh, aber die Halle mit Tischen und Stühlen schon gut besucht. Am Stand von Bacalhau da Esquina entscheide ich mich für die portugiesische Spezialität Bacalhau oder gesalzenen Kabeljau auf Spinat und Salzkartoffeln. Dazu gönne ich mir ein Glas fruchtigen Vinho Verde, der lokale Wein.

 

 

Der Fisch ist köstlich, innen zart und außen knusprig. Außerdem ist mein Gericht schön angerichtet und total exquisit. Für ca. 13 Euro ist dieses Sternemenü absolut zu empfehlen!

 

Am nächsten Tag schaue ich erneut hier vorbei und probiere Sushi. Dieser ist im Vergleich zu Deutschland günstig und ebenfalls super frisch. Für 12 Euro bekomme ich hier 16 Röllchen erstklassigen Sushi, und es wird nicht am Fisch gespart!

Auch die Burger sind definitiv zu empfehlen....

 

 

Der einzige Nachteil am Mercado da Ribeira ist, dass er ab ca. 13 Uhr sehr voll werden kann. Dann sind kaum noch Sitzplätze frei und man muss sich mit seiner Bestellung auf dem Tablett durchkämpfen.

 

Wenn man Pech hat, muss man 15 oder sogar 30 Minuten warten, bis endlich ein Platz für 2 oder mehr Personen frei wird. Bei kaltem Sushi ist das kein Problem....bei warmem Essen aber lästig.

 

Deshalb lieber pünktlich um 12 Uhr oder abends um 18 Uhr erscheinen und in Ruhe einen Platz finden.

 

 

Lissabon ist das absolute Paradies für süße Leckereien. Hier gibt es die weltberühmten Pasteis de Nata oder Belem (wenn sie im Originalladen in Belem hergestellt wurden). Diese knusprigen Blätterteigtörtchen mit Eiersahne-Creme sind himmlisch und ihr werdet garantiert mehr als eins essen wollen. Das verspreche ich euch!

 

 

Das Original gibt es in Belem, ca. 20 Minuten mit dem Zug von Lissabons Innenstadt entfernt. Die Pastelaria Pasteis de Belem ist eine portugiesische Institution. Hier wurden die kleinen Puddingtörtchen vor ca. 180 Jahren erfunden.

 

Wenn man keine Zeit oder Lust hat diesen Weg auf sich zu nehmen, kann man auch überall das Pendant dazu, die Pasteis de Nata, kaufen.

 

Überall in der Stadt gibt es zahlreiche Konditoreien, portugiesisch Confeitarias oder Pastelarias, die die frischen Pasteis warm auf die Hand anbieten. Man bekommt sie ab 90 Cent pro Stück. Super günstig!

 

 

In Lissabon gibt es aber auch noch zahlreiche andere süße Leckereien, wie Castanhas D'Ovo, Nozes Caramelizadas, Berliner (!), Croquetes D'Ovo usw. Alle kann ich leider nicht aufzählen. Es ist aber für Jeden etwas dabei. Doch Vorsicht: es sind alles Kalorienbomben.

 

 

Nachdem ich genug Süßes gegessen hatte, schlenderten wir durch die Stadt. Am frühen Abend sah ich im Viertel Mouraria in der Innenstadt Lissabons einen winzigen Laden vor dem viele Leute mit Schnapsgläsern standen.

 

Ich holte mir für  etwas mehr als 1 Euro auch ein Gläschen Ginginha oder Ginjinha, einem portugiesischem Sauerkirschlikör mit ca. 20% Alkoholgehalt. Er ähnelt ein bisschen dem spanischen Jerez, ist aber viel fruchtiger.

 

Ginginha wird manchmal mit ganzen Sauerkirschen serviert. Die Kirschkerne spuckt man dann traditionsgemäß auf den Boden.

 

Dieser herkunftsgeschützte Likör hat seinen Ursprung in Lissabon und wird seit ca. 150 Jahren Touristen und Einheimischen in vielen Stehbars direkt ins Glas ausgeschenkt.

 

 

Nun war es Zeit nach dem Aperitif aus Sauerkirschen portugiesische Tapas zu probieren. Die gibt es nämlich nicht nur in Spanien sondern auch im Nachbarland.

 

Die Petiscos, wie man sie in Portugal nennt, sind kleine Vorspeisen bestehend aus verschiedenen Käsesorten, Schinken oder Chouriço, eingelegte Oliven, Weintrauben und Gemüsemarmelade.

Es gibt natürlich auch Petiscos mit Meeresfrüchten oder Fisch. In jedem Fall wird frisches Brot dazu gereicht.

 

 

Um die portugiesischen Petiscos zu probieren, war ich bei Mercado - Simply Portuguese im Bairro Alto (Rua Dom Pedro) direkt gegenüber vom Miradouro do Alcantara.

 

Das Essen war sehr gut, es war frisch und schmackhaft.

Der Laden ist relativ neu und modern, die Preise leider vergleichsweise teuer für Lissabon.

 

 

Eine weitere portugiesische Spezialität sind Sardellen oder Aale in Dosen. Klar, dieses Lebensmittel ist nicht jedermanns Sache. Vor allem nicht dann wenn man keinen Fisch mag.

 

Aber die kleinen Läden die ausschließlich diese Dosen verkaufen, sind traditionell hergerichtet und richtig niedlich. Zum Teil sehen sie innen aus wie aus einem Märchen.

Auch wenn man keinen eingelegten Fisch kaufen möchte, lohnt es sich diese Läden zu besuchen.

 

 

Den eingelegten Fisch in bunten Döschen gibt es natürlich auch kostengünstiger im Supermarkt...

 

 

Ich hätte nie gedacht, dass mich Lissabon mit so einer großen Vielfalt und Qualität an Lebensmitteln und leckeren Gerichten überraschen würde!

Allein deshalb schon ist Lissabon eine Reise wert.

 

Warst du auch schon in Lissabon oder Portugal? Welche kulinarischen Tipps hast du für die Stadt am Tejo? Ich würde mich über deine Kommentare freuen.

 

Ich heiße Samantha, wohne zur Zeit in einer Kleinstadt in Baden-Württemberg. Meine Leidenschaft ist das Reisen. Ich bin geboren und aufgewachsen in Südamerika und bin schon als Kind mit meinen Eltern viel und weit gereist. Ich leide ständig unter Fernweh, erkunde aber auch sehr gerne meine nächste Umgebung. Ich lebe nach dem Motto: Nach der Reise ist vor der Reise! Lass dich von meinen Reiseberichten und Tipps inspirieren!

Kommentare: 0