Insel Sao Miguel: grünes paradies der Azoren

Ponta Delgada - Bummel durch die Haupstadt der Azoren

 

In Ponta Delgada gibt es viel Interessantes zu entdecken: schöne Plätze, weiße Kirchen, beeindruckende und üppige Parkanlagen.

Auch einige azorianische Spezialitäten wie die zahlreichen Käsesorten, Orangensaft, allerlei süßes Gebäck wie Quiejadas und Tee von der Insel habe ich im Café genießen können.

 

 

Ein Spaziergang an der Promenade bis zum Hafen, wo nur selten Kreuzfahrtschiffe anlegen, ist auch schön.

Für den Besuch von Ponta Delgada habe ich einen halben Tag eingeplant, es hätte aber auch gerne ein ganzer Tag sein können. Dann hätte ich mehr Zeit gehabt in Ruhe über den Markt der azorianischen Hauptstadt zu schlendern.

 

 

Uebernachtet habe ich im guten 3* Hotel Alcides. Mit 45 Euro die Ubernachtung für zwei personen und köstlichem Buffet-Frühstück unschlagbar günstig!

 

Das Zimmer war groß und sauber, das Bett rieisg und bequem. Sogar Pantoffeln, Bademantel und ein Balkon hatte ich. Der perfekte Start für meinen Aufenthalt auf den Azoren.

 

 

Kraterseen im Westen

Am Nachmittag fahre ich mit dem Mietwagen aus Ponta Delgada in Richtung Westen von Sao Miguel. Ich möchte die zerklüftete landschaft am und um den Kratersee Lagoa da Sete Cidades - oder Lagoa Azul und Lagoa Verde besuchen.

 

 

Zuerst geht es durch die intensiv grüne Landschaft vorbei an Steilküsten, weiteren Seen und zahlreichen Aussichtspunkten mit atemberaubendem Blick über den Westen der Insel.

 

Sao Miguel ist nicht sehr groß, die Straßen gut ausgebaut. Man erreicht in relativ kurzer Zeit alle Ecken der Insel, und das auch noch stressfrei. Viel Verkehr sucht man hier vergebens.

 

 

Der Blick über die Lagoa de Sete Cidades, die eigentlich zwei verbundene Seen sind, ist beeindruckend. Bei diesem Aussichtspunkt befinden man sich in Wirklichkeit auf dem alten Kraterrand eines rieisigen alten Vulkans. Und, es gibt in der gegend mehrere Kraterseen, auch die Lagoa do Canario und Lagoa do Santiago, die alle aus der selben Caldera entstanden sind.

 

Auch hier finden Wanderfreund, wie über all auf den Azoren, zahlreiche gut ausgeschilderte Wanderwege mit tollen Aussichtspunkten.

 

 

Um mich von meiner Wanderung am See zu erholen, kehre ich in Sete Cidades Ort in einer Tasca, einem typisch portugiesischen Wirtshaus, ein. Ich esse ein wenig Käse von der Nachbarinsel Sao Jorge als Vorspeise und trinke den azorianischen Orangensprudel Laranjada. Schön erfrischend!

 

Als Hauptgang genehmige ich mir gegrillten Schwertfisch mit Kartofflen und Gemüse. Ein typisch azorianisches Gericht. Sehr lecker.

 

Furnas im Inselinneren: heiße Quellen und riesige Baumfarne

 

Wer sich für heiße Quellen und üppige Vegetation interessiert, sollte unbedingt Furnas im inselinneren besuchen. Dort kann man atemberaubend schöne und uralte Bäume, Farne und andere Pflanzen im Terra Nostra Park bestaunen.

Das Gelände mit dazugehörigem alten Herrschaftshaus bietet zudem einen großen Pool mit ca. 38 Grad heißem Thermalwasser. Unbedingt drin baden, auch wenn das trüb braune Wasser im ersten Moment wenig einladend aussieht!

 

 

Wer gerne wandert, findet am See in Furnas zahlreiche Wanderwege. Ich habe mich für einen hinauf bis an den Kraterrand und Aussichtspunkt entschieden.

 

Der Weg ist gut ausgeschildert und sehr gut in Schuss. Die üppige Vegetation ist wunderbar. Der Weg geht an einem ziemlich zerfallenen alten Herrschaftshaus eines ehemaligen Englischen Konsuls aus dem 19 Jahrhundert vorbei.

Bei meinem Besuch war ich hier komplett allein. Dieser ort hat eine ganz bestimmte Atmosphäre und ist ein besonderer "lost place".

 

Direkt am See von Furnas lassen sich die Fumarolen besichtigen in denen Cozido, eine Spezialität der Inseln mit Hilfe der Vulkanhitze gegart wird.

 

 

Auch der Ort Furnas ist sehr hübsch und lädt mit seinem schönen Plätzen und bei gutem Wetter zum Verweilen ein.

 

Zahlreiche typische Restaurants mit frischem Fisch oder Fleisch findet man hier. Auch die Bolos Levedos, eine Brotart von Sao Miguel, lassen sich hier am Straßenrand kaufen und zusammen mit ein wenig Käse als Picnic genießen.

 

 

Chá Gorreana: die einzige Teeplantage Europas

Fährt man im Norden der Insel herum, kommt man an einer Teeplantage vorbei. Hier wird Tee angebaut und verarbeitet. Schwarzer und grüner Tee kann noch gratis gekostet werden. Ein kleiner Laden lädt zum Teekauf ein.

 

 

Am besten ist man früh da, dann ist der Andrang noch nicht groß. Ich habe bei zwei Tassen Tee mir die Teeverarbeitung angeschaut. Und natürlich ein wenig Tee gekauft, der hier übrigens am günstigsten ist.

 

Da es auf Sao Miguel bisher keine Teeschädlinge gibt und die Erde sehr furchtbar ist, wird der Tee nicht gespritzt oder gedüngt und ist somit quasi Bio-Qualität. Im Geschmack ist er sehr mild.

 

 

Ein Spaziergang über die Teefelder ist ebenfalls gestattet. Von hier gehen zahlreiche Wanderwege los.

 

 

Sao Miguels Norden: Fischerdörfer, Klippen und viel grün

Der Norden hat eine wildere und schroffe Küste. Ich hatte den Eindruck, dort ist das Wetter auch rauher. Es herrschte mehr Wind und es hat ein paar Mal geregnet.

 

 

Noch mehr Kraterseen: Lagoa do Congro und Lagoa do Fogo

 

 

Im Inselinneren gibt es auf Sao Miguel viel zu entdecken. Vor allem die wunderschönen Kraterseen sind sehenswert. Ein Geheimtipp ist noch Lagoa do Congro. Ringsherum gibt es tolle Wanderwege.

Atemberaubend und natürlich auch etwas besuchter ist die Lagoa do Fogo. Ein steiler Wanderweg führt bis unten an den weißen Sandstrand. Dort habe ich ein schönes Picknick gemacht.

 

 

Vilafranca do Campo: schönes Städtchen im Süden

 Auf meiner Fahrt an der südlichen Küste Sao Miguels treffen wir auf einen etwas verschlafenen aber sehr hübschen Ort: Vilafranca do Campo.

 

 

Wer Handarbeiten mag, wird hier fündig. Bei der lokalen Keramikfabrik Vieira gibt es unzählige Vasen, Krüge, Kannen und Fliesen mit typisch azorianischen Motiven. Vor allem in weiss und blau, sehr hübsch!

 

 

Direkt gegenüber ist eine Insel, die aus einem versiegten Krater entstanden ist, zu sehen. Im Sommer kann man dort mit dem Boot hin, es soll einen Strand geben.

 

 

Der Ort wo meine Unterkunft liegt, Povoacao, hat eine süße Innenstadt. Hier gibt es mehrere kleine Läden und Restaurants. Für einen Stadtbummel ideal.

 

An einem Abend probiere ich den Fang des Tages. Ich habe noch nie so einen leckeren Fisch gegessen!

 

Auch ein Supermarkt mit lokalen Produkten war für mich sehr hilfreich. Dort habe ich azorianischen Käse und gemüsemarmeladen gekauf und mich mit dem Nötigsten eingedeckt.

 

 

Ich hoffe, meine Eindrücke zu meinem Besuch auf Sao Miguel haben euch dazu animiert, die Insel zu besuchen. Oder wart ihr auch schon auf Sao Miguel oder einer anderen Insel der Azoren? Ihr könnt gerne einen Kommentar hinterlassen...

Ich heiße Samantha, wohne zur Zeit in einer Kleinstadt in Baden-Württemberg. Meine Leidenschaft ist das Reisen. Ich bin geboren und aufgewachsen in Südamerika und bin schon als Kind mit meinen Eltern viel und weit gereist. Ich leide ständig unter Fernweh, erkunde aber auch sehr gerne meine nächste Umgebung. Ich lebe nach dem Motto: Nach der Reise ist vor der Reise! Lass dich von meinen Reiseberichten und Tipps inspirieren!

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