Andalusien - Kurztrip in die maurische Vergangenheit

Wer an Spanien denkt, dem kommen oft Tapas, Flamenco, Stierkampf oder der Ballermann in den Sinn. Doch das Land hat viel mehr an Geschichte und Kultur zu bieten, zum Beispiel die prächtige arabische Vergangenheit Andalusiens.

 

Mit Hilfe der Mauren, einem Volk aus Nordafrika, haben die Araber die iberische Halbinsel für viele Jahrhunderte kontrolliert, besiedelt und dabei ihre Spuren hinterlassen. Diese sind bis heute insbesondere in Andalusien sichtbar. 

 

Ich mache mich von Basel/Mulhouse mit dem Flugzeug auf den Weg nach Málaga. Es ist Freitagabend und in Málaga noch sonnig. Es hat angenehme 20°C. Für Anfang März schön warm.

 

 

Tag 1: Córdoba und die Moschee-Kathedrale

Die drittgrößte Stadt Andalusiens liegt im Inland und ist gut per Zug oder über das Autobahnnetz zu erreichen. Für meinen Besuch fuhr ich von Málaga nach Córdoba mit dem Zug, nicht ganz günstig. Ich habe 40 Euro pro Strecke gezahlt.

 

Es hat den ganzen Tag lang wie aus Kübeln geregnet. Ich wurde immer wieder nass, meine Schuhe waren durchgeweicht. Trotzdem versuchte ich, das Beste draus zu machen und habe die Stadt besichtigt.

 

Kirchturm der Moschee-Kathedrale
Kirchturm der Moschee-Kathedrale
Innenraum der Moschee-Kathedrale
Innenraum der Moschee-Kathedrale

 

Das historische Viertel Córdobas zählt zu den größten seiner Art und gilt auch als eines der am besten erhaltenen. Herausragend ist hier die Moschee mit ihrem beeindruckenden Säulenwald und der später erbauten christlichen Kathedrale im Inneren. Heutzutage ist sie eine funktionierende katholische Kirche.

 

In Fußweite und ebenfalls sehenswert sind der Palast Alcázar de los Reyes Cristianos und der Puente Romano, eine imposante Brücke aus der römischen Epoche. Die alte Synagoge ist ebenfalls sehenswert - Eintritt frei.

 

 

Tag 2: Granada und die Alhambra

Granada gehört zu den Perlen Spaniens und ist die meistbesuchte spanische Stadt von Touristen aus aller Welt.

 

Durch die lange maurische Besetzung bietet Granada viele Erinnerungen an diese Epoche der spanischen Geschichte. Dabei ist der weltweit berühmte maurische Palast “La Alhambra” Nummer Eins auf der Liste der Sehenswürdigkeiten.

 

Die Alhambra, eine wunderschöne Palastanlage mit kunstvoll dekorierten Räumen aus der islamischen Phase und einer weitläufigen Gartenanlage. Die Alhambra zeigt reichhaltige Kultur und die hohe künstlerische Ausdrucksfähigkeit im letzten arabischen Herrschaftsreich auf spanischem Boden.

 

Palacios Nazaries in La Alhambra
Palacios Nazaries in La Alhambra

 

Die besondere Architektur mit Säulen und Innenhöfen sowie wie die Verwendung unterschiedlichster Materialien wie Holz, Gips, Ziegelsteine und Mosaike sind beeindruckend.

 

Für einen Besuch sollte man Tickets im Internet buchen. Die Besuchszeit für die Palacios Nazaries, die drei wundervolle Palastteile umschließt, wird verbindlich vergeben und muss eingehalten werden.

 

Das bedeutet, dass für eine Besichtigung um 13 Uhr, die Schlange um 12.45 Uhr gemacht werden muss. Gute Jahreszeiten für einen Besuch sind Frühling oder Herbst. Im Sommer kann es unerträglich heiß werden.

 

La Alhambra
La Alhambra
La Alhambra
La Alhambra

 

Nach dem Besuch der überwältigenden Palastanlage habe ich einen Spaziergang durch die Stadt gemacht. Sehenswert sind hier der alte Seidenbazar Alcaiceria und das arabische Viertel Albaicin.

 

Das Gassengewirr mit den kleinen schmucken Häusern hat ein wundervolles Flair. Es gibt süße arabische Leckereien aus Pistazien. Dazu probiere ich ein kleines Glas frischen Minztee für nur 1 Euro.

 

Tag 3: Málaga

Kathedrale von Malaga
Kathedrale von Malaga

 

In Málaga habe ich mich am dritten Tag einfach treiben lassen. Da mein Rückflug am späten Abend stattfindet, nutze ich die Zeit um die Stadt am Meer zu erkunden.

 

Der Spaziergang führt mich vorbei an der Kathedrale in die Tapas Bar El Pimpi. Auf einen Besuch der von außen sehr schönen Kathedrale verzichte ich - Eintritt von 10 Euro fand ich für eine Kirche relativ teuer. In der Bar geniesse ich leckere Tapas bei einem Glas spanischen Wein und höre den Einheimischen bei ihren Gesprächen zu. Ihr Spanisch oder besser gesagt Andalusisch, klingt ein bisschen wie Arabisch. 

 

 

In Málaga kann eine der Alhambra in Granada ähnlichen Palastanlage besichtigt werden. Schöne maurisch geprägte Innenhöfe und Bögen können hier ohne Andrang und auch ohne genau zugeteilten Besuchszeiten bestaunt werden.

 

 

Málaga hat seit einiger Zeit ein sehr modernes Hafenviertel mit Promenade zum Flanieren. Dort gibt es schöne Boutiquen und Cafés. Die Preise sind relativ hoch.

 

Ich verzichtete auf eine Einkehr und wanderte lieber den Berg der Stadt hinauf zur Alcazaba und dem Castillo de Gibralfaro, der alten maurischen Festung. Von hier aus hat man einen fantastischen Blick auf die ganze Stadt mit Hafenbecken, Strand und Stierkampfarena.

 

Am frühen Abend ging es dann kurz noch zum Hotel und dann wieder zum Flughafen.

 

 

Marie von Triff die Welt war auch in Andalusien, allerdings hat sie sich dafür mehr Zeit genommen. Ihren Artikel findest du hier.

 

Hat euch der Artikel gefallen? Wart ihr auch schon in Malaga und Umgebung? Ich würde mich über eure Meinung oder Kommentare freuen!

 

 

Ich heiße Samantha, wohne zur Zeit in einer Kleinstadt in Baden-Württemberg. Meine Leidenschaft ist das Reisen. Ich bin geboren und aufgewachsen in Südamerika und bin schon als Kind mit meinen Eltern viel und weit gereist. Ich leide ständig unter Fernweh, erkunde aber auch sehr gerne meine nächste Umgebung. Ich lebe nach dem Motto: Nach der Reise ist vor der Reise! Lass dich von meinen Reiseberichten und Tipps inspirieren!

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