Bezauberndes Marrakesch: Ein Traum aus 1001 Nacht

Marroko und somit das bezaubernde Marrakesch liegen voll im Trend. Die Stadt nahe des Atlasgebirges ist wie ein Märchen aus 1001 Nacht. Sie hat mich total verzaubert, weil sie etwas ganz anderes ist als die typischen westlichen Städte, die wir so kennen.

 

Tag 1: Schon das Ankommen ist ein Erlebnis

Ich war im Anfang des Sommers im bezaubernden Marrakesch. Als ich aus dem Flugzeug über die Treppe stieg, kam mir gleich heiße Wüstenluft entgegen. Gleichzeitig bewunderte ich das neue und moderne Gebäude, was für die UN-Klimakonferenz 2016 in Marrakesch fertig gestellt wurde.

 

Innen ist das Gebäude auch super modern und großzügig, ruhig und zum Glück etwas klimatisiert. Die Einreise war problemlos, und ich war schnell draußen, wo mich der Fahrer von meiner Unterkunft erwartete.

 

Stadttor
Stadttor

 

Wir fuhren also direkt los in die Medina, die Altstadt von Marrakesch, wo ich meine Unterkunft gebucht hatte. Nach einer Weile hielt plötzlich der Fahrer an und stieg vor einem Stadttor aus. Neben uns stand ein Mann mit einem Wagen, in den ich meinen Koffer stellte. Die meisten PKW passen nämlich nicht durch die engen Gassen der Medina! 

 

Nun gingen wir los, vorne der Fahrer, hinter mir der Mann, der den Wagen mit meinem Gepäck schob. Ich folgte dem Fahrer, der sagte, es dauere nur ein paar Minuten zu unserem Riad.

 

 

Dies war nun der erste Eindruck von der Medina: Eng, nicht ganz so sauber, in jeder Ecke roch es anders. Viele Motorräder waren unterwegs, denen man ausweichen musste. Es war aber zugleich faszinierend!

 

Kleine Läden, die alles Erdenkliche anboten. Von unglaublich vielfältigen und wunderschön geformten Lampen in allen Größen, über Seife, bunten Perlen für Ketten aller Art, Argan-Oel, Tücher oder traditionell Marokkanische Tuniken….auch Wagen mit Obst und Gemüse quetschten sich zwischen hohe Hauswände und die Fussgänger. Die ganze Medina ist eigentlich ein Souk, ein marokkanischer Bazar.

 

Nach ein paar Minuten Slalom durch die Medina kamen wir an einem offenen, hölzernen Tor an und traten in das Riad ein. Ich verabschiedete mich von dem Fahrer und dem Mann mit dem Wagen und gab noch ein kleines Trinkgeld.

 

Ich betrat einen wunderschönen Innenhof, irgendetwas verströmte einen sehr angenehmen blumigen Duft, und es war unglaublich ruhig. Nach einer Tasse traditionellem Minztee bezog ich mein Zimmer mit privater Dachterasse über den Dächern von Marrakesch!

 

Riad Chorfa
Riad Chorfa

 

Tag 2: Paläste und labyrinthartige Souks

Unbedingt sehenswert in Marrakesch ist der Palais de la Bahia. Der Palast befindet sich in der Medina am Nordrand des Stadtteils Mellah, dem jüdischen Viertel. Der Palast wurde in zwei Stufen durch Vater und Sohn gebaut, beide dienten dem Großwesiren Alawiten Cherifian.

 

Alte Synagoge
Alte Synagoge

 

Auch beeindruckend und im Kontrast zu dem Palais de la Bahia ist der Badi-Palast. Sehr interessant ist die Ursache für seinen lethargisch anmutenden Zerfall.

 

Der Palast El Badi war einst die größte und prächtigste Palastanlage Marokkos. Vom Prunk der Saadier ist zwar nicht viel geblieben, doch lassen sich in den Ruinen noch die Dimensionen des Herrschaftssitzes erahnen.

 

Außerdem verbirgt sich im El Badi noch ein besonders lohnenswertes Ziel. Im Palast ist eine uralte Minbar, also eine hölzerne Gebetskanzel aus dem Jahre 1137, ausgestellt. Dieses beeindruckende Museumsstück stammt aus dem spanischen Cordoba, und befand sich einst in der Koutoubia-Moschee.

 

Ende des 16. Jahrhunderts ließ der saadische Sultan Ahmed el Mansour den Palast El Badi im Süden der Medina bauen.

Leider überlebte die prachtvolle Anlage die nachfolgende Dynastie der Alaouiten nicht. Deren Sultan Moulay Ismail ließ 1696 große Teile des Palasts abtragen, um die kostbaren Materialien nach Meknes zu bringen und dort seine Ville Impériale, ein zweites Versailles, aufzubauen. Vom El-Badi-Palast blieben nur noch die Grundmauern zurück.

 

Badi Palast
Badi Palast
Badi Palast
Badi Palast

 

Tag 3: noch mehr Highlights

Ich besuchte auch die Saadier-Gräber, die einen Höhepunkt der marokkanischen Handwerkskunst darstellen und geradezu betörend auf einen einwirken.

 

Vor lauter arabischen Ornamenten, Formen und Arabesken weiß man nicht, wo man seinen Blick hinrichten soll. Für mich war dies eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

 

Empfehlenswert ist hier ein Besuch am frühen Morgen, bevor große Reisegruppen gegen 11 Uhr diese Sehenswürdigkeit besichtigen möchten.

 

Innenräume der Saadier-Gräber
Innenräume der Saadier-Gräber
Innenraum der Saadier-Gräber
Innenraum der Saadier-Gräber

 

Ein Besuch der Medersa Ben Youssef ist ebenfalls lohnenswert. Die ehemalige Koranschule liegt im Herzen von Marrakesch.

 

Die Medersa wurde wahrscheinlich um das Jahr 1340 von dem Merinidensultan Abu l-Hasan (reg. 1331–1351) gegründet. Große Teile ihres Innendekors stammen jedoch erst aus der Zeit der in Marrakesch residierenden Saadier-Dynastie (um 1570).

 

Im Jahr 1960 wurde der Lehrbetrieb eingestellt und der Bau als Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht; im Jahr 1999 fand eine grundlegende Restaurierung statt. 

 

 

Medersa Ben Youssef
Medersa Ben Youssef

 

Praktische Tipps für eine Reise nach Marrakesch

 

Unterkunft

Übernachte unbedingt in einem Riad in der Medina. Nur dort wirst du ein stilvolles und authentisches Marokko-Feeling erleben. Riads sind traditionelle Stadthäuser, die meistens zu kleinen (aber feinen) und vor allem ruhigen Unterkünften umgebaut wurden.

 

Ich habe im Riad Chorfa übernachtet, 5 Gehminuten vom magischen Marktplatz Djemaa el-Fna entfernt. Dies ist ein wunderschönes Riad mit Stil und top Service. Link für die Buchung hier.

Buche dir bei der Unterkunft gleich einen Abholservice vom Flughafen mit dazu. Dies spart dir Zeit und Nerven.

 

Flüge & Reisezeit

Günstige Flüge findet man von vielen deutschen und schweizer Flughäfen aus. Ich bin ab Basel/Mulhouse mit Easyjet geflogen; auch von Zürich wird Marrakesch direkt angeflogen.

 

Wenn ihr euch von marokkanischen Souvernirs (insbesondere Lampen) begeistern lasst, empfehle ich euch Aufgabegepäck für den Flug mit zu buchen.

 

Im Sommer sind generell die Flüge etwas günstiger, da es im Hochsommer sehr heiß ist. Auch während des Fastenmonats Ramadan gibt es günstige Flugverbindungen, weil die meisten Touristen diese Zeit meiden.

 

Ein Besuch während des Fastenmonats Ramadan ist kein Problem. Zu beachten ist jedoch, dass das kulinarische Angebot tagsüber in der Medina reduziert ist, und die Garküchen und Stände auf dem Platz Djemaa el-Fna abends nicht aufgebaut werden. Für manche Reisende ist dies das Highlight eines Marrakesch-Besuchs.

 

Nicht verpassen

Trinke einen frisch gepressten Orangensaft auf dem Platz Djemaa-el Fna. Es ist absolut köstlich, hygienisch unbedenklich und auch noch sehr günstig! Ich habe es selbst mehrmals gemacht und keinerlei Probleme gehabt. Für die Getränkestände und Garküchen auf dem Djemaa el-Fna gelten hohe hygienische Auflagen. Die Einhaltung wird von den Behörden streng kontrolliert.

 

 

Hat euch der Artikel gefallen? Wart ihr auch schon in Marrakesch? Ich würde mich über eure Meinung oder Kommentare freuen!

 

Ich heiße Samantha, wohne zur Zeit in einer Kleinstadt in Baden-Württemberg. Meine Leidenschaft ist das Reisen. Ich bin geboren und aufgewachsen in Südamerika und bin schon als Kind mit meinen Eltern viel und weit gereist. Ich leide ständig unter Fernweh, erkunde aber auch sehr gerne meine nächste Umgebung. Ich lebe nach dem Motto: Nach der Reise ist vor der Reise! Lass dich von meinen Reiseberichten und Tipps inspirieren!

Kommentare: 1
  • #1

    Klaus Schmidt (Dienstag, 25 September 2018 09:53)

    Das ist nicht die Koutoubia Moschee.