Ein Wochenende in Nizza und der Côte d'Azur

 

Nizza an der Côte d'Azur ist eines der beliebtesten Reiseziele weltweit. Die mediterrane Stadt mit ganzjährig mildem Klima liegt zwischen dem Meer und den Bergen und ist Kulturhauptstadt der Region. Auch die mondäne Umgebung von Nizza wird von zahlreichen Prominenten der ganzen Welt jedes Jahr besucht.

 

Ein günstiger Flugpreis von Basel nach Nizza gepaart mit der Neugierde auf diese schöne Region Frankreichs waren die Hauptgründe für meinen Besuch.

 

Gelandet sind wir sehr sanft am späten Freitagabend in Nizza. Direkt vor der Landung hat der Pilot noch eine Rechtskurve geflogen. Man sah vom Flugzeug aus die Beleuchtung der Promenade des Anglais, der Flaniermeile von Nizza. Um diese Uhrzeit gönnten wir uns ein Taxi zu unserer Unterkunft im Zentrum von Nizza. Die direkte Fahrt in die Stadt mit dem Taxi hat uns über 40 Euro gekostet, also relativ teuer.

 

Nun hatten wir also 48 Stunden Zeit um Nizza und die Nachbarorte an der mondänen Côte d'Azur zu erkunden. Einen Abstecher in das Fürstentum Monaco hatten wir auch geplant. Dies liegt nämlich nur ca. 30 min mit dem Zug oder 1 h mit dem Bus entfernt.

 

Villefranche-sur-Mer
Villefranche-sur-Mer

 

Tag 1: Umgebung von Nizza und Monaco

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg in die Umgebung. Diese kann man leicht per Bus oder Bahn erkunden. Klarer Vorteil vom Bus an der Küste um Nizza herum ist der Preis und, dass er entlang der Küstenstraße zwischen Cannes und Monaco fährt.

 

Sehr malerisch sind Villefranche-sur-Mer mit seiner tollen Aussicht auf den Hafen und mit seinen engen farbenfrohen Gässchen. Dort haben wir ein Glas Roséwein bei gutem Käse genossen.

 

Auch schön anzusehen ist Saint-Jacques-Cap-Ferrat, wo man einige Blicke auf riesige herrschaftliche Villen und Paläste erhaschen kann.

 

Für Badenixen und Wasserratten sind der Strand und das kristallklare Wasser von Villefranche-sur-Mer zu empfehlen. Ich muss zugeben, der Strand und das Wasser sahen schon einladend aus, doch wir hatten unser Badezeug nicht dabei.

 

Wer Baden möchte kann dies natürlich auch in Nizza selbst tun, dort ist der Strand grober und die zahlreichen Bäder mit Liegen und Sonnenschirmen etwas teurer. 

 

Die Gassen von Villefranche-sur-Mer
Die Gassen von Villefranche-sur-Mer

 

Unser Abstecher nach Monaco war nur kurz, da wir gestresst aus dem überfüllten und überhitzten Zug kamen.

 

Wenn du die Küste zwischen Cannes und Monaco günstig besuchen und gleichzeitig einen tollen Ausblick auf das azurblaue Meer genießen möchtest, dann nutze den öffentliche Bus. Der braucht zwar länger als der Zug, ist aber nicht so voll.

 

Erkundige dich nach den genauen Fahrplänen der Busse der Lignes Azur. Ich habe die Linie 100 genutzt um für nur 1.50 Euro von Nizza nach Monaco einen Abstecher zu machen. Auch der Flughafen von Nizza ist per Bus (Linie 99) für günstige 6 Euro zu erreichen, allerdings nicht mehr spät am Abend. 

 

In Monaco machten wir eine kurze Runde den Berg hoch zum gut vermarkteten und angepriesenen Botanischen Garten des Fürstentums. Wer allerdings kein Kakteenliebhaber ist, sollte sich gut überlegen, ob er den Eintritt von 10 Euro pro Person "für ein paar Stacheln" zahlen möchte.

 

Den Blick von dort oben auf die fürstliche Burg, den kleinen Yachthafen und die für die Formel 1 verwendete Schnellstraße kann man auch gratis von der Aussichtsterrasse direkt vor dem Ticketverkauf genießen.

 

Burg mit Festung, Fürstentum von Monaco
Burg mit Festung, Fürstentum von Monaco
Jardin Botanique, Monaco
Jardin Botanique, Monaco

 

Tag 2: Nizzas Hafen, Altstadt und die Promenade

Am zweiten Tag haben wir Nizza erkundet. Es war schön warm und der Himmel ohne eine einzige Wolke. Vorbei an der Plâce Masséna ging es in Richtung des Hafens von Nizza.

 

Plâce Masséna
Plâce Masséna
Der Hafen von Nizza
Der Hafen von Nizza

 

Der Spaziergang führte uns dann in die Altstadt von Nizza, wo am Sonntag viel los war. Wir erkundeten die engen Gassen, wo es einen Souvenirladen am anderen gibt.

 

Auch Feinschmecker kommen hier nicht zu kurz. Es gibt Käse und Süßigkeiten zu kaufen sowie Cafés und Restaurants für eine kleine Pause. Auf dem Markt von Nizza aßen wir Socca, eine typische Spezialität der Region. 

 

Socca ist ein Pfannkuchen aus den Grundzutaten Kichererbsenmehl, Olivenöl, Salz und Wasser. Die Schlange an dem Stand war sehr lang; diese Spezialität ist sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen sehr beliebt, sehr lecker und auch noch günstig.

 

Die Altstadt von Nizza
Die Altstadt von Nizza

 

Beim Stand von Chez Theresa auf dem Markt von Nizza gab es nicht nur Socca sondern auch Pissaladiere, eine weitere Spezialität aus der Region. Pissaladiere ist eine Art Zwiebelkuchen auf Pizzateig mit pürierten Sardellen und schwarzen Oliven. Die leckere Spezialität kommt ursprünglich aus Nizza, ist aber auch in der ganzen Region Südfrankreich und sogar in Süditalien verbreitet.

 

Die Pissaladiere und die Socca werden täglich frisch hergestellt und sowohl auf dem Markt von Nizza als auch im Stadtgebiet angeboten. Muss man unbedingt probieren!

 

Markt in der Altstadt von Nizza
Markt in der Altstadt von Nizza
Kathedrale von Nizza
Kathedrale von Nizza

 

Nach dem Essen auf dem Markt ging es zürück an die Promenade des Anglais, wo wir die schöne Aussicht auf das azurblaue Meer und auf das berühmte Hotel Negresco genossen.

 

Viele Leute machen hier am Sonntag einen Spaziergang. Sehen und gesehen werden ist hier die Devise. Man nutzt das gute Wetter um sich im Meer zu baden, die Strandbäder mit Liegen und Sonnenschirmen sind an so einem Tag sehr gut besucht.

 

Das bekannte Hotel Negresco
Das bekannte Hotel Negresco

 

Am Nachmittag machten wir noch einen Fußmarsch zur größten orthodoxen Kathedrale Westeuropas. Wir hatten nicht mehr viel Zeit, und beeilten uns, da wir bald mit dem Bus zum Flughafen mussten.

 

Beim Anblick der orthodoxen Kirche fühlt man sich in St. Petersburg oder Moskau. Der Grund, dass dieses Gotteshaus in Nizza steht ist, dass es in der Vergangenheit enge Beziehungen zwischen Nizza und Russland gab.

 

Viele Adelige verbrachten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ihren Urlaub hier an der französichen Riviera. Alexander der II. besuchte ebenfalls Nizza und reiste per Zug an.

 

Ich war am Tag zuvor erstaunt als ich einen Zug aus Moskau am Bahnhof in Nizza einfahren sah. Eine direkte Bahnverbindung zwischen Moskau besteht also heute noch. Und jetzt weiß ich auch warum.

 

Schließlich ging es am späten Nachmittag zurück zum Flughafen. Diesmal mit dem Bus und somit kostengünstiger als bei der Ankunft.

 

Russisch-Orthodoxe Kathedrale von St. Nicolas
Russisch-Orthodoxe Kathedrale von St. Nicolas

 

Wart ihr auch schon in Nizza? Hat euch der Artikel gefallen? Ich würde mich über eure Meinung oder Kommentare freuen!

 

Ich heiße Samantha, wohne zur Zeit in einer Kleinstadt in Baden-Württemberg. Meine Leidenschaft ist das Reisen. Ich bin geboren und aufgewachsen in Südamerika und bin schon als Kind mit meinen Eltern viel und weit gereist. Ich leide ständig unter Fernweh, erkunde aber auch sehr gerne meine nächste Umgebung. Ich lebe nach dem Motto: Nach der Reise ist vor der Reise! Lass dich von meinen Reiseberichten und Tipps inspirieren!

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