Porto: 9 Dinge die du in der portugiesischen Stadt erleben solltest

 

Porto, die kleine Schwester Lissabons wurde lange Zeit nicht so sehr beachtet. Doch seit geraumer Zeit wird die portugiesische Stadt für eine Reise immer beliebter. Nicht zuletzt weil sie ein ideales Nebensaison-Ziel ist und es unheimlich viele günstige Flugverbindungen in die Stadt gibt.

 

In diesem Blogbeitrag zeige ich euch was ich bei meinem Kurztrip nach Porto erlebt habe und was ihr in der portugiesischen Stadt am Fluss Douro nicht verpassen solltet.

Nr. 1: Bahnhof Sao Bento bestaunen

 

Der innerstädtische Bahnhof Sao Bento liegt an der Praca de Almeida-Garret ziemlich zentral in Porto. Schon 1896 fuhren Züge nach Sao Bento. Das heutige Gebäude wurde jedoch erst 1916 in Betrieb genommen.

 

Besonders schön finde ich die Azulejos im Inneren der Haupthalle. Azulejos sind bunt bemalte Keramikfliesen, meistens blau und typisch für Portugal. Oft zeigen die Azulejos Szenen aus der Geschichte. Es sind riesige und wunderschöne Kunstwerke.

 

In Sao Bento ist es zum Beispiel die Eroberung Ceutas durch den König Henrique oder die Vorstellung von Moniz beim König von Kastilien-Leon. So viel Geschichte verpackt als Kunst in einer Bahnhofshalle sollte man sich nicht entgehen lassen!

 

Nr. 2: Sao Francisco Kirche mit Gruft besuchen

Diese ehemalige Kirche mitten in der Altstadt von Porto ist besonders beeindruckend. Der Bau begann 1383 und wurde im Jahre 1425 beendet. Allerdings wurde sie später im barocken Stil umgebaut.

 

Das Ergebnis ist eine sehr prunkvolle und reich verzierte Kirche, in der hochgerechnet bis zu 400 kg Gold verbaut wurden. Etwas Vergleichbares habe ich bisher noch nicht gesehen!

 

Im Innenraum habe ich Ruhe tanken können und mich von meiner anstrengenden Stadttour im Sitzen erholen können.

 

 

Unter der ehemaligen Kirche und dem dazugehörigen Kloster befindet sich eine Gruft. Hier wurden Kirchen- und Ordensleute, Nonnen und Pfarrer bestattet.

Der Boden über den man geht, besteht aus Holzplatten, die mit einer Nummer versehen sind. Dies sind ebenfalls Gräber. In der Gruft herrscht eine ganz besondere Atmosphäre.

 

Auch wenn der Eintritt zu der ehemaligen Kirche und Kloster mit 6 Euro nicht umsonst ist (es ist heutzutage ein Museum), sollte man sich diese Sehenswürdigkeit in Porto nicht entgehen lassen.

 

Nr. 3: Dom Luis Brücke überqueren

Dieses Wahrzeichen Portos wurde im 19.Jahrhundert von einem Kollegen Gustav Eiffels, dem Erbauer des Eiffelturms in Paris, errichtet. Die Brücke verbindet die Ribeira Portos mit der anderen Seite Vilanova de Gaia. Sie besteht aus 2 Ebenen, die beide für Fußgänger begehbar sind.

 

Die Brücke wurde von König Ludwig I von Portugal eingeweiht und heißt deswegen auch Dom Luis Brücke.

 

 

Da ich meine Stadttour in Porto fast ausschließlich zu Fuß unternommen habe, bin ich auf dem Hinweg oben und auf dem Rückweg unten über die Brücke geschlendert. Man hat von dort aus einen tollen Blick auf die Stadt und den Douro-Fluss. Und das Beste: die Besichtigung von Portos Wahrzeichen ist kostenlos!

 

Nr. 4: Spaziergang an der Ribeira

 

Ein Spaziergang an der Ribeira des Douro-Flusses sollte man sich in Porto nicht entgehen lassen. Bei gutem Wetter kann man das wunderschöne Panorama der Altstadt mit den schmalen Häusern auf der einen und den Portweinkellern auf der anderen Seite genießen.

 

Ich habe die Möglichkeit genutzt und habe mit Blick auf den Fluss ein Stück frischen Kabeljau bei einem Vinho Verde, also "grünen Wein", genossen.

 

Nr. 5: PortWein probieren

Wer nach Porto kommt muss Portwein trinken. Die unzähligen Portweinkellereien in der Stadt haben viele Angebote um diese portugiesische Spezialität zu genießen.

 

Manche Kellereien bieten einen Rundgang mit Portweindegustation, andere servieren portugiesische Tapas, Petiscos, zum Wein. Man kann aber auch einfach in einem der unzähligen Lokale oder Bars das leckere likörartige Getränk kosten.

 

 

Vor meiner Reise nach Porto war mir bekannt, dass es viele Sorten Portwein gibt. Was ich aber noch nicht wusste, ist, dass es neben den typischen roten Portweinsorten auch weißen Portwein gibt. Und rosé Portwein ebenfalls. Ich habe die Möglichkeit genutzt und noch am Flughafen im Duty-Free Shop alle möglichen Sorten probiert und die für mich besten auch gekauft.

 

Nr. 6: eine Tramfahrt

Die Tram ist in portugiesischen Städten oft zu sehen. Auch in Lissabon habe ich die Möglichkeit genutzt und bin in die Linie E28 gestiegen.

 

In Porto gibt es ebenfalls mehrere Linien der Tram die ebenfalls mit alten Wagen durch die Straßen die Hügel auf und ab brettern.

 

Zum Glück war bei meinem Besuch der Andrang auf dieses traditionelle Fortbewegungsmittel nicht so groß und so konnte ich für 2 oder 3 Euro für eine Fahrt im Sitzen genießen.

 

Nr. 7: Azulejos suchen

Azulejos sind bunt bemalte Keramikfliesen, meistens blau und typisch für Portugal. Man kann sie an zahlreichen Häuser und Kirchenfassaden entdecken.

 

Einfache Azulejos zeigen geometrische Figuren oder Blumenornamente. Raffiniertere Azulejos sind riesige Gemälde. Oft sind sie in den Farben blau und weiß und zeigen Szenen aus der Geschichte.

 

So hat mich der eine oder andere Azulejo schon dazu gebracht Näheres aus der portugiesischen Geschichte nachzulesen um das Gemälde zu verstehen.

In jedem Fall sind es großartige Kunstwerke und eine dekorative Art Fassaden zu schmücken.

 

Nr. 8: eine Petiscaria besuchen

Wer spanische Tapas kennt und schätzt, sollte bei einem Besuch in Porto auch die portugiesische Variante, die Pestiscos, probieren. Danach kann man sich einen Portwein genehmigen...

 

Ich besuchte die Pesticaria Santo Antonio in der Nähe der Lello-Bücherei. Es gab Oliven, Chorizo, Lupinen und natürlich Schinken und Käse. Sehr lecker!

 

Nr. 9: den schönsten Buchladen der Welt erkunden

 

Die Livraria Lello hat sich in den letzten Jahren seit dem Erscheinen der Harry-Potter-Filme zu einer extrem beliebten Sehenswürdigkeit in Porto entwickelt.

 

Von außen etwas unscheinbar ist dieser Buchladen von innen ein Schmuckstück. Und eine der schönsten Büchererein der Welt. Man muss sie einfach besucht haben. Diese geschwungene Treppe ist einzigartig!

 

Eintrittskosten betragen 6 Euro. Man kann einen Teil der Kosten aber für den Kauf eines Buchs im Laden nutzen, z.B. ein Buch mit Rezepten aus der portugiesischen Küche.

 

Einziger Nachteil: sie ist extrem voll. Die Schlange für den Besuch geht manchmal über mehrere Hunderte Meter auf dem Gehweg...

 

 

Wart ihr auch schon in Porto? Was hat euch besonders gut gefallen in dieser Stadt? Bin gespannt auf eure Eindrücke! Hinterlasst doch einfach unten einen Kommentar.

 

Ich heiße Samantha, wohne zur Zeit in einer Kleinstadt in Baden-Württemberg. Meine Leidenschaft ist das Reisen. Ich bin geboren und aufgewachsen in Südamerika und bin schon als Kind mit meinen Eltern viel und weit gereist. Ich leide ständig unter Fernweh, erkunde aber auch sehr gerne meine nächste Umgebung. Ich lebe nach dem Motto: Nach der Reise ist vor der Reise! Lass dich von meinen Reiseberichten und Tipps inspirieren!

Kommentare: 2
  • #2

    Reisefanatikerin (Samstag, 07 April 2018 13:13)

    Hallo Fred,
    vielen Dank! Viel Spaß bei der Reiseplanung.

  • #1

    Fred (Freitag, 30 März 2018 23:22)

    Hallo Reisefanatikerin!

    Finde deine Tipps sehr gut und werde sie für meine Reise dorthin berücksichtigen.

    VG