Santorini: 48 Stunden auf der schönsten Insel der Welt

 

Santorini - der größte bewohnte Vulkankrater der Welt

Nach einem etwas turbulenten Flug über die Alpen bin ich bei Sonnenuntergang auf Santorini gelandet. Als ich aus dem Flugzeug auf das Rollfeld ging, kam mir die sehr heiße Meeresluft entgegen. Ich hatte nun genau 48 Stunden, ein Wochenende, um die griechische Kykladeninseln zu erkunden.

 

Santorini, von den Griechen auch Thira genannt, liegt in der Ägäis und ist eigentlich ein Archipel aus mehreren vulkanischen Inseln. Santorini selbst ist der größte, mit Wasser gefüllte, aktive und bewohnte Vulkankrater der Welt.

 

Das wird einem erst bewusst, wenn man sich in Oia (ausgesprochen Ia) oder Fira befindet. Dann sieht man, dass man sich eigentlich auf dem Kraterrand befindet und in die mit Wasser gefüllte alte Kaldera blickt. Eine traumhafte Aussicht!

 

Blick von Oia
Blick von Oia

 

Fira und Oia - die Hauptorte der Insel

Der Hauptort der Insel Santorini heißt Fira, auch Thera genannt. Fira ist der meist besuchte Ort auf Santorini, dass liegt an den großen Kreuzfahrtschiffen, die in der Saison täglich tausende Besucher in den Ort spülen, aber auch an seiner tollen Aussicht.

 

In Fira gibt es ein sehenswertes archäologisches Museum mit uralten Dingen der Minoer. Diese antike Kultur, die auch auf Kreta ansässig war, hat in der Bronzezeit Santorini bewohnt.

 

Die Fotos von weltbekannten Ausblicken mit weißen Häusern, blauen Kuppeln und einem umwerfenden Panorama mit der Kaldera im Hintergrund sind meistens hier aufgenommen.

 

Kirche von Oia
Kirche von Oia

 

Auch der Ort Oia im Norden der Insel bietet einen tollen Blick auf das Meer und die Kaldera. In Oia findest du verwinkelte Gässchen mit schönen kleinen Boutiquen mit Schmuck und anderen Souvenirs, kleine Tavernen oder Restaurants, und tolle Ecken mit einer herrlichen Aussicht! 

 

Von einer der Terrassen aus habe ich die Kreuzfahrtschiffe und ankommenden Boote bei einem Espresso beobachtet. Oia sollte man, wenn möglich, früh am Morgen besuchen, bevor die Touristen der Kreuzfahrtschiffe, der Fähren oder der umliegenden Orte das kleine Städtchen stürmen. Zudem ist es ab dem späten Vormittag und danach sehr heiß. Je später desto weniger freie Parkplätze gibt es.

 

Oia kann auch bei Sonnenuntergang oder in den Abendstunden besucht werden. Die meisten Leute möchten den Sonnenuntergang über der Kaldera von Santorini sehen, das Gedränge um gute Aussichtspunkte ist also dementsprechend groß. Wer Menschenmengen nicht mag und nicht gerne geschoben wird, sollte diese Tageszeit meiden.

 

  

Die Hotels und Unterkünfte direkt in Oia bieten ebenfalls diesen umwerfenden Blick. Sie sind heiß begehrt und haben natürlich auch ihren Preis.  Um dem Trubel der vielen Touristen in Oia zu entkommen, lag mein Hotel außerhalb.

 

Als Unterkunft wählte ich ein familiengeführtes kleines Hotel direkt am Meer, zwei Kilometer von Oia in Baxedes entfernt und daher auch etwas günstiger. Ich habe ein Zimmer mit Kochnische gebucht, dazu hatte ich noch Frühstück direkt auf das Zimmer.  

 

Dadurch, dass meine Unterkunft eine Kochnische hatte, konnte ich mich abends oder mittags selbst verpflegen, und nur ein Mal am Tag Essen gehen.

 

Denn die Preise für ein Essen im Restaurant oder einer griechischen Taverne sind in Oia sehr teuer. Wer nicht unbedingt dort essen gehen möchte, kann in einem der kleinen Orte auf der Insel viel günstigere Restaurants mit sehr gutem griechischen Essen finden.

 

 

Für Archäologie-Interessierte: Akrotiri

Nachdem ich Oia am frühen Morgen besucht habe, fuhr ich mit dem Mietwagen in Richtung Süden nach Akrotiri. Erst im Jahr 1967 entdeckte man Reste dieser Stadt der Kykladenkultur mit starkem minoischen Einfluss.

 

Die Stadt Akrotiri wurde in ihrer Blütezeit durch einen Vulkanausbruch zerstört und verschüttet, und so für über 3500 Jahre konserviert. Der Vulkanausbruch von Thera soll damals weitreichende Folgen für die Region gehabt haben.

 

Manche Archäologen behaupten bei Akrotiri handele es sich um die versunkene Stadt Atlantis. Der relativ gute Erhaltungszustand der Gebäude und Fresken erlaubt Einblicke in das soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben zur Bronzezeit in der Ägäis.

 

Man muss sich vor Augen halten, dass es sich hier um mehr als 3000 Jahre alte Ruinen handelt! Das Besichtigen dieser ausgegrabenen Stadt wird zum Glück dadurch erträglicher, dass das Gelände überdacht ist.

 

Ausgrabung von Akrotiri
Ausgrabung von Akrotiri

 

Santorinis Strände

Wer auf Santorini nach einer Abkühlung sucht, der sollte sich das Baden im Meer nicht entgehen lassen. Obwohl die meisten Strände auf der Insel keine feinen Sandstrände sind, ist es ein schönes Erlebnis. Ich würde sagen, es gibt einen Strand für jeden Geschmack.

 

Empfehlenswert sind der rote Strand bei Akrotiri im Süden und der Strand von Baxedes. Ich habe den direkten Strandzugang meiner Unterkunft genutzt und habe abends bei Sonnenuntergang den relativ leeren Strand genossen. Das Wasser war sehr klar und sehr gut geeignet für eine Abkühlung.

 

Meine Unterkunft Vrachia Studios
Meine Unterkunft Vrachia Studios

 

Praktische Tipps für einen Besuch auf Santorini

  • Besuche in der Mittagshitze das prähistorische Museum von Santorini in Fira, es ist sehr gut klimatisiert. Dort kannst du einige ausgegrabene Stücke wie Vasen und auch Fresken aus der historischen Stadt in Akrotiri bewundern und dich etwas abkühlen.

 

  • Mietwagen sind auf Santorini sehr praktisch, dann bist du unabhängig von Busfahrplänen. Ich habe meinen Mietwagen am Flughafen genommen und auch dort wieder abgegeben.

 

  • Meine Unterkunft Vrachia Studios  war günstig und super gelegen: in der Nähe von Oia und direkt am Meer mit wunderschöner Aussicht und direktem Strandzugang. Zudem hatte das Zimmer eine gut ausgestattete Kochnische mit Kühlschrank. Das kleine, familiär geführte Hotel mit wenigen Studios bot ein typisch griechisches Frühstück an. Link findest du hier

 

Wart ihr auch schon Auf Santorini? Hat euch der Artikel gefallen? Ich würde mich über eure Meinung oder Kommentare freuen!

 

Ich heiße Samantha, wohne zur Zeit in einer Kleinstadt in Baden-Württemberg. Meine Leidenschaft ist das Reisen. Ich bin geboren und aufgewachsen in Südamerika und bin schon als Kind mit meinen Eltern viel und weit gereist. Ich leide ständig unter Fernweh, erkunde aber auch sehr gerne meine nächste Umgebung. Ich lebe nach dem Motto: Nach der Reise ist vor der Reise! Lass dich von meinen Reiseberichten und Tipps inspirieren!

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