TenerifFA - nur einen Sprung von Südamerika entfernt

Der Norden der Insel

Teneriffa oder Tenerife ist die größte Kanarische Insel und sie ist zu einem großen Teil grün. Der Nordosten und Nordwesten ähneln landschaftlich dem Norden Südamerikas.

 

Im Nordosten sind wir mit unserem Mietwagen über die Panoramastraßen durch das Anaga-Gebirge gefahren. An zahlreichen Aussichtspunkten oder Miradores hielten wir und genossen die Landschaft. In dieser Gegend kann man sehr gut durch Lorbeer- und Nadelwälder wandern, siehe mehrere deutsche Wanderreiseführer zu dieser Region.

 

 

Tenerife ist ein sehr beliebtes Reiseziel. Um auf der Insel authentische Erlebnisse zu haben, muss man etwas abseits der Touristenpfade unterwegs sein.

 

Zu Ostern ist die Insel gut besucht, das Wetter lockt und viele Leute buchen pauschal. Darauf haben sich die Hotels in den Touristenburgen wie Playa de las Americas und Adeje eingestellt. Unterkünfte sind nicht günstig und verlangen Geld für alle Extras wie Klimaanlage etc.

 

Zudem ist leider dieser Küstenabschnitt im Südwesten durch die massive Bebauung in den  letzten Jahrzehnten in Mitleidenschaft gezogen worden.

 

Authentische Unterkünfte findet man dagegen in den kleinen Orten nicht direkt am Meer, wie La Orotava, Santa Cruz de la Laguna, Puerto de La Cruz oder in ländlichen Gebieten, wie dem Nordwesten. Auch ländlich gelegene Ferienhäuser, sogenannte Casas Rurales können gemietet werden.

 

Gleiches gilt für Restaurants, man muss etwas suchen, um nicht die typischen Touri-Angebote wie Burger mit Pommes zu bekommen.

Wir haben in einer Seitenstraße von La Laguna gegessen. Dort bekamen wir herrliche Papas en Mojo, einen Kirchererbseneintopf und leckeren Ziegenkäse für wenig Geld. Sehr herzliche Bedienung und viele Einheimische, die sich sogar von uns verabschiedet haben, gab es ebenfalls.

 

 

In Santa Cruz de la Laguna schlenderten wir durch die schöne Altstadt und genossen einen Kaffee in einem von Einheimischen besuchten Restaurant.

 

In Puerto de la Cruz tranken wir auch einen Kaffee an der Plaza mit Blick auf die Kirche und in La Orotava schauten wir uns die sehr gut erhaltenen Kolonialbauten an.

 

Dort kam ich auch ins Gespräch mit einem Einheimischen und stellte schnell fest, dass auf den Kanaren einige Ausdrücke und Redewendungen, die ich aus Lateinamerika kenne, ebenfalls verwendet werden.

 

Es gibt einen besonderen Draht zu Lateinamerika, da viele Canarios Verwandte dort haben oder selbst einmal ausgewandert und zurückgekehrt sind.  Da fühlte ich mich also fast heimisch...

 

 

In Puerto de la Cruz schauten wir uns im botanischen Garten um. Dieser wurden im 18.Jahrhundert auf Anordnung des spanischen Königs angelegt, um dort tropische Pflanzen aus Amerika zu akklimatisieren.

 

Im Garten genossen wir den Schatten im doch schon sehr heißen April und konnten zahlreiche tropische Pflanzen wie Strelizien, aber auch viele Palmen und sehr große Bäume bewundern. Die riesige Pflanzensammlung besteht auch aus Farnen und typisch kanarischen Pflanzen. Der Eintritt, um die 5 Euro.

 

 

Man kommt zum Nachdenken, wenn man das Denkmal zum Flugzeugunglück von 1977 besucht. Damals prallten zwei Jumbo-Jets am Südflughafen der Insel aufeinander, es gab 583 Tote. Die Treppe symbolisiert den Weg in den Himmel.

 

Von der Aussichtsterrasse können startende und landende Flugzeuge beobachtet werden.

 

 

Nationalpark El Teide

Nicht auslassen sollte man auf Tenerife den Teide, den höchsten Berg auf spanischem Staatsgebiet und ein Inselvulkan. Wir haben den Nationalpark mit dem Mietwagen besucht.

 

Die Straße führt quer durch die alte Caldera und ermöglicht an zahlreichen Punkten überwältigende Ausblicke. Hier wird einem bewusst, dass die Insel durch zahlreiche Vulkanausbrüche entstanden ist.

 

Leider war zu Ostern der Teide nicht mehr mit Schnee bedeckt...

 

 

Masca - zerklüftetes Idyll

Nicht entgehen lassen sollte man sich den Ort Masca im Nordwesten der Insel. Ein wenig wie die Landschaft in den Anden um Machu Picchu herum sieht es schon aus.

 

Am besten früh hin, denn ab 11 Uhr treffen große Busse mit vielen Touristen ein. Hier kann man auch gut lokale Spezialitäten und Wein kosten.

 

 

Der Südwesten: touristisches Zentrum mit allen Annehmlichkeiten

In den zahlreichen Malls an der Costa Adeje lässt es sich gut shoppen. Wir mussten notfallmäßig eine Sonnenbrille dort kaufen. Man findet alles, auch gut sortierte Supermärkte, falls man sich sich selbst versorgen möchte. 

 

Das Meer lädt ebenfalls zum Baden ein, für mich war es aber im April mit ca. 20 Grad Wassertemperatur etwas zu kalt. Aber der Spaziergang über die Strandpromenade am späten Nachmittag war schön.

 

 

Hat euch der Artikel gefallen? Wart ihr auch schon auf den Kanaren? Ich würde mich über eure Meinung oder Kommentare freuen!

 

Ich heiße Samantha, wohne zur Zeit in einer Kleinstadt in Baden-Württemberg. Meine Leidenschaft ist das Reisen. Ich bin geboren und aufgewachsen in Südamerika und bin schon als Kind mit meinen Eltern viel und weit gereist. Ich leide ständig unter Fernweh, erkunde aber auch sehr gerne meine nächste Umgebung. Ich lebe nach dem Motto: Nach der Reise ist vor der Reise! Lass dich von meinen Reiseberichten und Tipps inspirieren!

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