Zürich: ein Spaziergang durch eine der teuersten Städte der Welt

 

In Rankings zur Lebensqualität belegt die schweizer Metropole Zürich zu recht häufig einen der oberen Plätze und ist aufgrund seiner zahlreichen Sehenswürdigkeiten immer einen Besuch wert. Mit relativ geringer Einwohnerzahl verbreitet Zürich dennoch das Flair einer Weltstadt, was sicherlich auch an der wirtschaftlichen Bedeutung liegt.

 

Meine Anreise nach Zürich mache ich mit der Schweizer Bundesbahn. Mein Spaziergang beginnt also am Hauptbahnhof.

 

Durch den Seiteneingang verlasse ich das Gebäude und spaziere die weltberühmte Bahnhofsstraße entlang. Hier gibt es viele teure Boutiquen, Uhrmacher und große Kaufhäuser. Ich werfe einen Blick in einige Schaufenster, kaufe aber nichts.

 

Bei meinem Besuch in der Stadt  Anfang November war das Wetter ausgesprochen gut, wie man auf den Bildern sieht. Sonnig und für den ersten November noch sehr mild.

 

 

Zwischen Hauptbahnhof und Altstadt

Ich stoße auf Sprüngli, wo man einen Kaffee oder eine heiße Schokolade und „Luxemburgerli“ (so etwas wie französische Macarons) zum sofortigen Genuss erwerben kann. Unbedingt probieren! Ich nehme mir vor, auf meinem Rückweg bei einer anderen Sprüngli-Filiale vorbei zu gehen.

 

Es gibt nämlich zum Glück mehrere in der Innenstadt. Für Eilige gibt es auch im Bahnhof einen Laden mit riesiger Auswahl an Süßigkeiten und anderen Leckereien.

 

Ein weiteres Markenzeichen Zürichs sind die Straßenbahnen oder Trams. Fast überall sieht man sie. Auch hier schlängelt sich die Tram über die Bahnhofsstraße und den quirligen Paradeplatz.

 

 

Zwischen Bahnhofstraße und die durch Zürich fließende Limmat beginnt die Altstadt. Diese erstreckt sich am gegenüberliegenden Ufer mit noch verwinkelteren Gassen bis hinauf auf den Zürichberg.

 

Mein Spaziergang geht erst einmal auf dieser Seite der Limmat weiter durch einen Teil der Altstadt, bis ich die Münsterbrücke über die Limmat erreiche.

 

 

Münsterbrücke und Zürichsee

Von der Münsterbrücke aus hat man eine wunderschöne Aussicht. Auf der einen Seite  ist das Grossmünster mit seinen charakteristischen Doppeltürmen zu sehen.

 

Wenn man sich umdreht, sieht man zwei weitere der drei größten Kirchen der Stadt: das Fraumünster und St. Peter. Dazu noch die Anlegestellen mit den vielen kleinen Bötchen.

 

Weiter geht mein Spaziergang bis ans Ende der Münsterbrücke und an der Limmat entlang in Richtung See. An der Quaibrücke angekommen, kann ich endlich den Zürichsee bestaunen. Diese Stelle finde ich in Zürich am schönsten: man schaut auf den See und kann die schneebedeckten Alpen in der Ferne sehen.

 

 

Ich gehe den Uto-Quai weiter und komme an die Seepromenade. Hier setze ich mich auf eine der Bänke direkt am Wasser.

 

Was ich immer wieder beeindruckend finde, ist das klare Wasser des Sees. Im Sommer kann man in einem der vielen Bäder in das frische, total saubere Wasser eintauchen. Eine Runde mit dem Tretboot fahren oder ein Ausflug auf einem der großen Dampfer ist dann auch eine Möglichkeit...

 

Nach einer Pause geht meine Tour weiter vorbei an der Oper in Richtung Zürichberg hinauf. Gegenüber der Oper auf dem Platz kann man einen guten Kaffee trinken und schön in der Sonne sitzen. 

 

 

Auf meinem Weg komme ich beim Grossmünster vorbei und schaue kurz in die Kirche hinein. Das Grossmünster ist Mutterkirche von Ulrich Zwingli, dem größten und bekanntesten Reformator der Schweiz.

 

Die große, schön verzierte hölzerne Tür des Münsters ist beeindruckend. Der Innenraum gotisch und relativ schlicht gehalten. Fotografieren leider nicht erlaubt.

 

 

Hinauf auf den Zürichberg

Um den Zürichberg gibt es viele enge Gassen mit schön hergerichteten Bürgerhäusern. Ich bin erstaunt, als ich merke wie ruhig es hier ist, obwohl ich mich eigentlich im Stadtzentrum befinde. Auch gepflegte Antiquitätenläden und kleine Feinkostgeschäfte sehe ich.

 

Hier oben gibt es Restaurants, Kneipen und die Kronenhalle. In dieser Züricher Institution wird ein Apéro serviert, der erste Schluck Alkohol des Tages. Ich schnappe mir bei einer der Bäckereien ein Gipfeli (Croissant).

 

Essen ist in Zürich ein sehr teures Vergnügen. Die Preise sind um ein vielfaches teurer als in Deutschland. Trotzdem kann man sagen, die Stadt hat ein großes gastronomisches Angebot, es gibt immer wieder neue Lokale mit traditioneller oder moderner Küche, oder beides kombiniert. Wer ein kulinarisches Erlebnis sucht, wird hier bestimmt fündig.

 

 

Zurück zum Bahnhof

Im schweizerischen Landesmuseum gibt es eine bemerkenswerte Ausstellung zur Geschichte der Schweiz. Man kann ein originales Bundesratszimmer betreten und in einem Fernsehstudio Moderator spielen.

 

Auf meinem Weg zum Bahnsteig komme ich an einem weiteren Laden von Sprüngli vorbei. Ich kann den bunten Luxemburgerlis nicht wiederstehen und kaufe mir einige für die Rückfahrt.

 

 

Hier eine Karte mit meinem Spaziergang (in gelb):

 

 

Wart ihr auch schon in Zürich? Hat euch der Artikel gefallen? Ich würde mich über eure Meinung oder Kommentare freuen!

 

Ich heiße Samantha, wohne zur Zeit in einer Kleinstadt in Baden-Württemberg. Meine Leidenschaft ist das Reisen. Ich bin geboren und aufgewachsen in Südamerika und bin schon als Kind mit meinen Eltern viel und weit gereist. Ich leide ständig unter Fernweh, erkunde aber auch sehr gerne meine nächste Umgebung. Ich lebe nach dem Motto: Nach der Reise ist vor der Reise! Lass dich von meinen Reiseberichten und Tipps inspirieren!

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